Logo - Herr Priv. Doz. Dr. Thomas Schwarze und Frau Dr. Viri Schwarze

Praxisprofil

In unserer privaten Zahnarztpraxis führen wir ausschließlich endodontische Behandlungen durch.

Deshalb ist die Praxisausstattung und Praxisorganisation voll und ganz auf das Thema Wurzelkanalbehandlung abgestimmt.

Schmerzfreie Behandlung

Die endodontische Behandlung kann heute dank moderner Anästhesiemethoden absolut schmerzfrei durchgeführt werden.

Die meisten mit moderner Technik und Anästhesie behandelten Patienten berichten, dass sie während der Behandlung nichts oder kaum etwas gespürt haben.

In den ersten Tagen nach der Behandlung kann es allerdings sein, dass Ihr Zahn empfindlich reagieren kann. Dies lässt sich bei Bedarf mit leichten Schmerzmitteln lindern.

Bei Unsicherheiten melden Sie sich gerne telefonisch in unserer Praxis.

Zeit

Wurzelkanalbehandlungen können sehr zeitaufwendig sein. Das liegt einerseits an der komplexen Anatomie der Wurzelkanäle und andererseits an den Bakterien, die das Kanalsystem infiziert haben. Um bakterielle Beläge vollständig aus den Kanälen zu entfernen und das Kanalsystem zu desinfizieren, müssen unterschiedliche Spüllösungen über einen längeren Zeitraum einwirken können. Wir nehmen uns gerne alle Zeit, die nötig ist, um ein bestmögliches Behandlungsergebnis zu erzielen.

Dentalmikroskop

Man kann nur gut behandeln, was man auch gut sieht. Wurzelkanäle sind klein und dunkel. Ohne eine starke Vergrößerung und optimale Ausleuchtung ist es kaum möglich, eine Wurzelkanalbehandlung so gut durchzuführen, wie wir das gerne möchten. Deshalb verwenden wir bei jeder Behandlung ein Mikroskop. Wir sind der festen Überzeugung, dass ein Dentalmikroskop eine wichtige Voraussetzung für eine optimale Wurzelkanalbehandlung ist.

Laser und Ultraschall

Laser und Ultraschall

Für eine tiefe Desinfektion ist es notwendig, die Spülflüssigkeiten im Kanal zu aktivieren, sie so in die kleinsten Spalträume fließen zu lassen, um auch dort die bakteriellen Beläge sicher zu entfernen. Ultraschall und Laser erzeugen hocheffektive Kavitationseffekte und erhöhen so die Wirksamkeit der Spüllösungen um ein Vielfaches. Neben ultraschallgestützten Spülungen verwenden wir einen hocheffizienten Er:YAG-Laser im PIPS®-Verfahren, um eine optimale Reinigungswirkung zu erzielen.

LASERAKTIVIERTE DESINFEKTION VON WURZELKANÄLEN

PIPS®: photoneninduzierte photoakustische Spülmethode
Bildquelle: Fotona/Plitzko

Instrumente und Materialien

Wir verwenden ausschließlich die besten Instrumente und Materialien, die verfügbar sind. Die Präparation der Wurzelkanäle erfolgt mit hochflexiblen NiTi-Instrumenten, die wir aus hygienischen Gründen immer als Einmalinstrumente verwenden. Komplikationen wie Instrumentenbrüche oder Kreuzkontaminationen können so minimiert werden.
Wurzelkanalfüllungen werden thermoplastisch mit biologisch gut verträglichen Materialien wie Guttapercha und bioaktiven Versieglungsmaterialien (Biokeramischer Sealer, MTA) vorgenommen.

Bestimmung der Materialverträglichkeit

In der Zahnmedizin wird heute eine Zunahme von Sensibilisierungen gegenüber dauerhaft im Mund verbleibenden Materialien registriert. Obwohl wir in unserer Praxis bereits auf hervorragende Biokompatibilität getestete Dentalwerkstoffe verwenden, kann es sein, dass ein Material in seltenen Fällen eine Unverträglichkeitsreaktion hervorruft. Die mögliche klinische Symptomatik:

  • lokale Reaktionen wie Zahn-, Zahnfleisch-, Kieferschmerzen
  • unspezifische Beschwerden wie Kopf- und Muskelschmerzen, Müdigkeit, Depression
  • Entwicklung von Autoimmun- und Magen-Darm-Erkrankungen

Bei bekannter vorliegender Symptomatik kann es daher sinnvoll sein, vor der Behandlung das zu verwendende Material nebst Alternativen mittels Individualproben auf seine Verträglichkeit zu prüfen. Durch eine Blutuntersuchung wird eine bereits vorliegende Sensibilisierung des Immunsystems festgestellt und die verträglichen Alternativpräparate werden vorab bestimmt. Der Vorteil dieser präventiven Untersuchung liegt darin, dass Ihr Körper vor der Behandlung nicht mit einem Material in Kontakt kommt, welches eine allergische Reaktion hervorrufen könnte.

Endotoxinämie

Der verstärkte Übertritt von Bakterien oder bakteriellen Produkten in den Blutkreislauf ist durch das Vorliegen erhöhter Endotoxin-Konzentrationen (Endotoxinämie) im Blut gekennzeichnet. Eine dauerhafte Belastung mit Endotoxinen, die aus dem Darm oder aus der Mundhöhle stammen, kann latente Entzündungsprozesse im Organismus entfachen.
Die Mundhöhle ist physiologisch von vielen Bakterien besiedelt. Diese sogenannten dentalen Plaques sind meist die Ursache für das Entstehen von Erkrankungen der Pulpa und Entzündungen an der Wurzelspitze, die dann durch eine Wurzelkanalbehandlung beseitigt werden sollen. Das Risiko einer weiteren bakteriellen Ausbreitung wird so wieder aufgehoben und das Immunsystem nicht mehr belastet.

Endometrie

Als Endometrie bezeichnet man ein elektronisches Verfahren zur Bestimmung der Wurzelkanallänge. Mit einer speziellen Widerstandsmessung kann dabei in den meisten Fällen der exakte Endpunkt für die Wurzelkanalfüllung im Bereich der Wurzelspitze ermittelt werden. Diese genaue Bestimmung der Arbeitslänge ist wichtig, um ein Über- oder Unterinstrumentieren des Wurzelkanals zu vermeiden.

Alternativ kann die Kanallänge auch über eine sogenannte Röntgenmessaufnahme annäherungsweise gemessen werden. Allerdings ist dieses Verfahren weniger präzise und zudem mit einer, wenn auch sehr geringen, Strahlenbelastung verbunden

In unserer Praxis bevorzugen wir daher eine endometrische Messung bei jeder Wurzelkanalbehandlung.

Digitales Röntgen und Strahlenbelastung

Bei jeder Wurzelkanalbehandlung ist es erforderlich, den Zahn zur Überprüfung einzelner Arbeitsschritte vor, während und nach der Wurzelkanalbehandlung zu röntgen. Dabei sind mindestens zwei Aufnahmen zwingend notwendig: eine diagnostische Aufnahme vor Behandlungsbeginn und eine Endaufnahme zur Kontrolle der Wurzelkanalfüllung. Weitere Aufnahmen können notwendig werden, wenn während der Behandlung zum Beispiel Fragen zur Anatomie des Kanalsystems auftreten, die sich nicht mit anderen diagnostischen Methoden klären lassen.

In unserer Praxis fertigen wir ausschließlich digitale Röntgenaufnahmen an. Wegen der extrem kurzen Belichtungszeit der Speicherfolien und des kleinen Untersuchungsfeldes, verursacht eine digitale Aufnahme im Vergleich zur konventionellen Röntgentechnik nur eine sehr niedrige Strahlenbelastung von etwa 2 Mikrosievert.

Um diesen Wert richtig einordnen zu können, ist es interessant, sich zum Vergleich einmal Strahlenbelastungen anzusehen, denen die meisten Menschen täglich ausgesetzt sind:

  • 2100 Mikrosievert/Jahr: Natürliche Strahlenbelastung in Deutschland
  • 100 Mikrosievert/Jahr: Aufnahme über das Trinkwasser
  • 10 Mikrosievert: Flug Hannover - Mallorca
  • 4-8 Mikrosievert: Wurzelkanalbehandlung

Wir gehen sicher davon aus, dass der therapeutische Nutzen einer zahnärztlichen Röntgenaufnahme das verhältnismäßig geringe Strahlenrisiko bei weitem überwiegt.